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GARTENTRENDS 2017

Wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen den nahenden Frühling ankündigen, ist es wieder so weit: Alle wollen in den Garten, ihm mit Spaten, Schere und Rechen endgültig den Winter austreiben, dem ersten Grün beim Sprießen zusehen, säen, umgraben, pflanzen. Aber auch sitzen, entspannen, um- und neugestalten. Und wie jedes Jahr um diese Zeit taucht die Frage auf: Was gibt’s Neues rund ums Thema Garten? Matthias Pötter, Gärtner von Eden aus Gronau, ist dieser Frage auf den Grund gegangen.
„Zurück zur Natur“ heißt der Langzeittrend, der weiter Kreise zieht. Ob am Zeitschriftenregal oder bei Lebensmitteln: Immer mehr Menschen interessieren sich für Themen rund ums Landleben. Eine Entwicklung, die auch vor der Gartengestaltung nicht haltmacht. „Während in den letzten Jahren der Fokus auf architektonischen und designorientierten Gestaltungselementen lag, setzt sich in diesem Jahr der naturhafte Garten mehr und mehr durch“ weiß Matthias Pötter. Der Gartengestalter aus Gronau ist Mitglied der Gärtner von Eden, eines genossenschaftlichen Zusammenschlusses von Gartengestaltern, die sich auf Planung, Anlage und Pflege anspruchsvoller Privatgärten spezialisiert haben.
Die aktuelle Hinwendung zu mehr Natürlichkeit heißt, dass statt akkurat gestutzter Formgehölze individuelle und urwüchsige Formen gefragt sind. „So wird beispielsweise der alte Obstbaum mit charaktervollem Stamm aus Omas Zeit zum gestalterischen Mittelpunkt des Gartens“, erklärt Matthias Pötter

Farbenspiele     

Zarte Pastelltöne wie Lila und Rosa sind gefragter denn je. Während in den letzten Jahren immergrüne Gewächse auf dem Vormarsch waren, halten üppig blühende Zier- aber auch Nutzpflanzen wie Katzenminze, verschiedene Salbeiarten oder Zierlauch Einzug in den Garten. Doch es gibt auch Farben, die auf der Beliebtheitsskala vieler Gartenbesitzer weit unten rangieren. „Die Farbe Gelb wird in letzter Zeit auffällig wenig nachgefragt“, bemerkt der Gärtner von Eden. „Außer im Frühling, dort sind zum Beispiel Narzissen ein gern gesehener Gast in vielen Gärten.“  


Natürlich nützlich          

Einen ganz besonders großen Reiz übt auch weiterhin der eigene Nutzgarten aus – ein Trend, den Matthias Pötter schon seit einiger Zeit beobachtet. In immer mehr Ziergärten wird möglichst harmonisch ein kleiner Nutzgarten integriert, der mit Radieschen, Rotkohl und Co. bestückt ist. Mediterrane Kräuter in Terrassennähe sind jederzeit griffbereit, verbreiten einen wunderbaren Duft und verfeinern Küchenkreationen. Die Freude, Früchte beim Wachsen und Reifen zu beobachten, steht dabei im Mittelpunkt. Und Familien mit Kindern zeigen ihrem Nachwuchs ganz nebenbei, dass ein Salatkopf in der Erde und nicht im Supermarktregal wächst.
Mangold, Tagetes und Borretsch in Kübeln und Kästen machen auf Balkon oder Terrasse Lust auf Selbstgeerntetes. Mit ihrer Blattfärbung oder essbaren Blüten sind sie nicht nur dekorativ und damit ein echter Hingucker sondern auch schmackhaft.


Viel Auswahl  

Der Trend von großformatigen Beton- und Natursteinplatten für Terrassen, Treppen und Wege ist nach wie vor ungebrochen. „Große Platten sorgen im Garten für Ruhe und Großzügigkeit“, Matthias Pötter. Doch bei der Materialauswahl erkennt der Gärtner von Eden eine Trendwende. Was bisher im Innenbereich seinen festen Platz hatte, findet jetzt auch im Garten Einzug: keramische Platten. „Keramikplatten sind farbecht, dabei kratzfester, unempfindlicher gegen Schmutz sowie widerstandsfähiger gegen äußere Einflüsse als Natursteine oder Betonplatten“, weiß Matthias Pötter. „Außerdem sind sie sehr leicht und kommen mit einer geringeren Aufbauhöhe aus.“  Auch das Thema Holz spielt bei der Materialauswahl in diesem Jahr eine große Rolle. Ob gewachst oder thermobehandelt, Douglasie oder Lärche: Hölzer mit glatten Oberflächen erobern 2017 das grüne Wohnzimmer. Doch egal für welches Material man sich bei der Gartengestaltung auch entscheidet: Nur eine fachgerechte Verlegung vom Profi garantiert handwerklich einwandfreie Ergebnisse, an denen man sich langfristig erfreuen kann.


Draußen zu Hause           

2017 entwickelt der Garten sich weiter zum Ganzjahres-Erlebnis-Raum und wird entsprechend ausgestattet. Das betrifft besonders das Thema Essen: Bei der Zubereitung unter freiem Himmel werden – neben immer größeren und ausgereifteren Grills – hochwertige Outdoorküchen beliebter. „Mit individuellen, auf die Bedürfnisse des Gartenbesitzers ausgerichteten Außenküchen verlagert sich das Leben in allen Jahreszeiten nach draußen, sodass der Garten zum Treffpunkt von Familie und Freunden wird“, weiß der Gärtner von Eden. „Hier kann man in geselliger Runde das gemeinsame Essen an der frischen Luft zubereiten und bis in die späten Abendstunden gemütlich zusammensitzen.“      

                                                                                                                  

Individuelles Gartenglück

„In Bezug auf den Garten wird es in der heutigen Zeit zunehmend schwieriger, den Trend schlechthin auszumachen“ bringt Matthias Pötter es auf den Punkt. Denn gefragt ist, was zu den individuellen Wünschen und Bedürfnissen des Gartenbesitzers passt. Und mit den sich über die Jahre ändernden Ansprüchen entwickelt sich auch der Garten stetig weiter. Denn: So einzigartig wie die Persönlichkeit, soll auch der Garten sein. Und diese Tatsache passt auch zum letzten Trend, den Matthias Pötter seit einiger Zeit beobachtet. „Immer mehr Gartenbesitzer lassen zu einem speziellen Anlass wie zum Beispiel Geburt oder Hochzeitstag einen Baum pflanzen“, erklärt der Gartengestalter. „Damit hat man eine lebende Erinnerung an einen ganz besonderen Moment in seinem eigenen Garten.“


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